postheadericon Methoden der Zahnaufhellung

Strahlend weiße Zähne nach dem Vorbild von Hollywood-Stars wünschen sich viele Menschen. Bleaching kann diesen Wunsch erfüllen. In vielenFrau betrachtet sich im Spiegel Fällen werden die Zähne dadurch gleich um mehrere Nuancen aufgehellt. Allerdings birgt Bleaching auch Risiken, über die Sie sich im Vorfeld informieren sollten. Wir stellen Ihnen verschiedene Bleaching-Methoden mit ihren Vor- und Nachteilen sowie Preisunterschieden vor.

Wenn Sie Menschen mit blendend weißen Zähnen begegnen, können Sie davon ausgehen, dass sie entweder mit einem Bleaching nachgeholfen haben, Verblendschalen oder Zahnkronen tragen. Denn schneeweiße Zähne gibt es in der Natur nicht. Natürliche Zahnfarben bewegen sich in einem Spektrum von Elfenbeinfarben bis Hellgelb.

Die natürliche Zahnfarbe verändert sich im Laufe des Lebens bei jedem Menschen. Einflüsse wie Farbstoffe aus der Nahrung, das Rauchen, bestimmte Medikamente oder auch das Absterben einzelner Zahnnerven führen dazu, dass unsere Zähne mit zunehmendem Alter dunkler werden. Besonders Getränke wie Kaffee oder Rotwein sowie Nikotin können die Zähne auch fleckig werden lassen. Wenn Sie sich mit einer dunklen oder gelben Zahnfarbe nicht abfinden möchten, bieten verschiedene Bleaching-Methoden die Möglichkeit, Ihre Zähne aufzuhellen. Es gibt allerdings Fälle, in denen eine Zahnaufhellung nicht ohne weiteres möglich ist. Unser Artikel „Voraussetzungen für ein Zahn-Bleaching“ erklärt, wann ein Bleaching machbar ist und welche Alternativen es gibt.

2. Teil: Bleaching beim Zahnarzt oder zuhause

Bleaching in der Zahnarztpraxis

Eine der geläufigsten Bleaching-Methoden ist das sogenannte In-Office-Bleaching. Der Name besagt zunächst lediglich, dass die Zahnaufhellung in der Zahnarztpraxis erfolgt. Auch spezialisierte Kosmetikstudios bieten dieses Verfahren an. Dabei wird ein Bleichgel auf die Zähne aufgetragen, das 30 bis 35 prozentiges Carbamid-Peroxid enthält. Es bewirkt, dass die organischen Komponenten, die für die Gelbfärbung unserer Zähne verantwortlich sind, aufgespalten werden. Der Bleichprozess wird oft mit einer speziellen Lampe beschleunigt. Wichtig ist, dass das Zahnfleisch während des Bleachings geschützt wird. Das ist in der Zahnarztpraxis optimal möglich, so dass das Risiko von Verletzungen hier minimal ist. Nach der Aufhellung werden die Zähne fluoridiert. Das ist wichtig, damit der Zahnschmelz wieder gestärkt wird.

Vorteile

Der größte Vorteil dieses Verfahrens ist, dass die Zähne schon bei einer Sitzung um mehrere Nuancen aufgehellt werden können. Das Ergebnis ist sofort sichtbar. Auf Wunsch kann der Vorgang aber auch wiederholt werden, um die Zähne weiter aufzuhellen. Außerdem ist die Zahnaufhellung in der Praxis die sicherste Methode. Das Ergebnis hält zwischen drei und fünf Jahren an, je nach Ihren Lebensgewohnheiten. Bei Rauchern oder starken Kaffeetrinkern, verfärben sich die Zähne zum Beispiel schneller wieder, als bei Menschen, die weder rauchen noch Kaffee oder schwarzen Tee trinken.

Nachteil

Mit einem Kostenaufwand zwischen 300 und 600 Euro ist das In-Office-Bleaching die teuerste Variante.

Bleaching zuhause

In Drogerien werden verschiedene Bleaching-Produkte für zuhause angeboten, die weißere Zähne zu kleinen Preisen versprechen. Diese Bleaching-Mittel sind zwar tatsächlich erheblich billiger, als eine professionelle Zahnaufhellung, allerdings ist das Ergebnis oft fleckig und hält zudem nur wenige Wochen an. Bei falscher Handhabung können die Zahnaufheller aus der Drogerie sogar zu Zahnfleischverletzungen führen und die Mundschleimhäute angreifen. Fragen Sie also immer erst Ihren Zahnarzt um Rat, bevor Sie selbst zu Bleaching-Mitteln greifen.

Sicherer ist das sogenannte Home-Bleaching. Auch diese Art der Zahnaufhellung nehmen Sie zuhause vor, allerdings nach vorheriger Anleitung und Vorarbeit durch den Zahnarzt. Zunächst werden in der Praxis Abdrücke von Ihren Zähnen genommen, womit im Dentallabor eine speziell auf Ihr Gebiss passende Schiene angefertigt wird. Diese Schiene sowie ein Bleichgel mit 10 bis 15 prozentiger Wasserstoffperoxid-Konzentration nehmen Sie mit nach Hause. Dort geben Sie das Gel nach den genauen Mengenangaben des Zahnarztes in die Schiene, die Sie dann auf die Zähne setzen. Die Schiene muss für mehrere Stunden getragen werden, am besten über Nacht. Diese Prozedur müssen Sie acht bis zehn Tage wiederholen, bis die gewünschte Aufhellung erreicht ist.

Vorteile

Diese Methode hat vor allem gegenüber Bleaching-Mitteln aus der Drogerie Vorteile. Die extra für Sie angefertigte Schiene gewährleistet, dass das Gel die Zähne komplett umschließen kann. Dadurch wird eine gleichmäßige Aufhellung gewährleistet. Das ist bei industriell vorgefertigten Schienen, die Bleichgels aus der Drogerie beiliegen, nicht der Fall. Stellen, die nicht mit Bleichgel in Berührung kommen dürfen, bleiben beim professionellen Home-Bleaching unbehandelt, wenn Sie sich strikt an die Dosierungsanweisungen halten. Auch der Sicherheitsaspekt ist dadurch höher, als bei anderen Bleaching-Methoden für zuhause. Sie handeln unter zahnärztlicher Anweisung und haben bei Problemen jederzeit einen kompetenten Ansprechpartner. Preislich ist das Home-Bleaching günstiger, als das In-Office-Verfahren: Es ist bereits ab 250 Euro zu haben.

Nachteile

Der Nachteil liegt bei dieser Methode hauptsächlich im damit verbundenen Zeitaufwand. Das Endergebnis ist erst nach mehreren Tagen sichtbar, Ihre Zähne werden von Tag zu Tag ein kleines bisschen heller. Dadurch haben Sie kein so großes Aha-Erlebnis wie beim Bleaching in der Praxis. Sie sind zudem darauf angewiesen, mehrere Nächte lang eine Schiene zu tragen. Es gibt Menschen, die damit schlecht schlafen können. Außerdem besteht beim Home-Bleaching trotz genauer Anweisung immer ein gewisses Restrisiko, dass Sie bei der Anwendung Fehler machen. Dadurch kann ein einheitliches Ergebnis gefährdet und eine Nachbehandlung in der Praxis nötig werden.

3. Teil: Was Sie bedenken solltenNach einem Bleaching können die Zähne empfindlich und schmerzhaft auf Kälte und Hitze reagieren. Das liegt daran, dass alle Bleichmittel und -methoden aggressiv zum Zahnschmelz sind. Die Beschwerden klingen jedoch nach einiger Zeit ab, besonders, wenn die Zähne nach dem Bleaching ausreichend fluoridiert werden. Auch hierzu kann Sie Ihr Zahnarzt beraten.

Generell sollten Sie vor jeder Art des Bleachings mit Ihrem Zahnarzt sprechen und eine PZR machen lassen. Nur so kann ein gleichmäßiges Bleichergebnis erzielt werden. Das gilt auch wenn Sie Produkte aus der Drogerie zuhause anwenden möchten.

Zahnaufhellungen sind eine rein kosmetische Behandlung und niemals aus medizinischen Gründen notwendig. Deshalb übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Bleaching generell nicht.

Ein Satz zu aufhellenden Zahncremes

Zahncremes, die weißere Zähne versprechen, können zwar Flecken von Koffein und ähnlichen Färbestoffen entfernen, aber nicht Ihre natürliche Zahnfarbe verändern.

4. Teil: Sonderfall: Toter ZahnEine besondere Form der Zahnaufhellung ist Bleaching von innen, das sogenannte Walking-Bleaching. Diese Art des Bleachings muss in der Zahnarztpraxis erfolgen und wird nur an einzelnen Zähnen vorgenommen. Sie ist sinnvoll, wenn sich ein Zahn nach dem Entfernen des Zahnnervs grau verfärbt hat. Das passiert nach solchen Behandlungen häufig, da dabei Blut in die harte Zahnsubstanz gelangen kann. Das Eisen im Blut erzeugt Eisensulfid, welches wiederum die Graufärbung des Zahns verursacht. Beim sogenannten Walking-Bleaching bohrt der Zahnarzt den Zahn auf und füllt ihn mit einer Carbamid-Peroxid-haltigen Paste. Dann wird der Zahn provisorisch verschlossen und die Paste verbleibt einige Tage darin. Wenn der Zahn aufgehellt ist, wird die Paste vom Zahnarzt wieder entnommen und der Zahn erhält eine dauerhafte Füllung. Der Preis für ein Walking-Bleaching liegt pro Zahn bei etwa 100 Euro.

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